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Mein Online-Business – ein Erfahrungsbericht

Mein Online-Business – ein Erfahrungsbericht

Die neue Seite ist online!
Jetzt läuft es von allein!
Nun muss ich nur noch die neuen Kunden bedienen!
Und neue Kurse entwickeln!

Ein Traum! 

Das dachte ich die ganze Zeit als ich mein Business auf Online umstellte bzw. ein zusätzliches Online-Business aufbaute. Dieses soll mittelfristig mein Offline-Business ersetzen.

Ich habe monatelang nebenbei ein neues Konzept entwickelt, eine neue Seite aufgesetzt, den ersten Kurs entwickelt, die Technik gewuppt. Viel Zeit und viel Spaß investiert mit dem Ziel: wenn die Seite online ist, muss ich nur noch facebook bestücken, das 1. Webinar halten und die Kunden rauschen nur so herein.

Das war dann leider nicht ganz so.

Aber sicher kennst du das auch?
Von deinen ersten Wochen mit deinem Unternehmen?

Egal ob eigenes Geschäft, Praxis oder Online-Unternehmen – die Vorbereitungszeit ist lang und nicht gerade leicht. Viele zusätzliche Arbeitsstunden, viel Organisatorisches, viel Technik die aufzustellen ist, uuu.. Es scheint endlos! Wenn nicht gerade der Eröffnungstermin vom Geschäft ansteht, dauert es sowieso schon einmal 1-2 Monate länger. Wurde der Termin gehalten, ist längst noch nicht alles so vorbereitet wie man sich das vorgestellt hat.

Zumindest den meisten geht und ging das so!

Der Start mit meinem 1. Geschäft

Ich kenne das schon vom meinem Keramikmal-Studio. Ich habe zwar den Eröffnungstermin gehalten, aber ich wollte schon viel mehr vorbereitet haben. Doch die Renovierung hat länger gedauert als gedacht und ähnliches. Trotzdem ging der Start gut los. Aber es war nicht so, dass ich mich dann nur noch in mein schönes Geschäft setzen musste und mit den Kunden arbeiten konnte. So hatte ich mir das aber gedacht! Nun nur noch schöne Dinge machen. Nämlich das, wofür ich mein Unternehmen gegründet hatte.

Aber nein, jetzt ging die Arbeit ja erst richtig los. Tägliche Routine von Werkstatt, Bestellungen, Schaufenster bestücken, Aufträge abarbeiten, Workshops vorbereiten, eMails beantworten, Newsletter gestalten, Fragen beantworten, Flyer entwickeln, neue Ideen sammeln, Veranstaltungen organisieren, mit Handwerkern rumärgern, das Geschäft putzen, Kaffee und Süßes für die Kunden einkaufen, Material bestellen und auspacken, Listen vergleichen, Praktikanten beschäftigen, mit Mitarbeitern besprechen, und natürlich mit den Kunden arbeiten. Und mich um mein kleines Kind kümmern. Allein.

Trotzdem war es sehr schön.
Aber ich hätte gern mehr Zeit gehabt zum Durchatmen und Genießen.

Dann, in meiner Zeit als freiberufliche Grafikdesignerin, war es eigentlich recht easy. Kein Ladengeschäft mehr und keine Öffnungszeiten, an denen man zwingend da sein musste.

Das hat mich entlastet. Aber die tolle kreative Arbeit mit den Erwachsenen und Kindern fehlte mir schon. Und ich hatte eine schlecht planbare Auftragsdichte, entweder zu viel oder zu wenig. Das war mir inzwischen zu unbefriedigend und ich wollte nicht mehr nur auf die Kundenaufträge angewiesen sein die ich 1:1 abarbeiten kann. Und in Zukunft auch regelmäßig mehr verdienen!

Deshalb der Einstieg ins Online-Marketing. Wie schon in meinen Artikel: „Lerne mich und meinen Blog kennen“ fand ich diese Idee unglaublich gut, spannend, abwechslungsreich und mit guter Zukunftsperspektive.

Das finde ich auch immer noch!

Mein Online-Business – die Vorbereitung

Also legte ich im Februar 2016 mit Startpunkt Null los. Ich wusste gar nichts, nicht mal was ein Theme ist, da ich bisher nicht programmiert habe, sondern mit einer Programmiererin zusammengearbeitet habe. Schnell merkte ich, dass ein ganz neues Konzept her musste.

Mit Hilfe eines Online-Kurses und vielen kostenlosen Webinaren und hilfreichen Blog-Artikeln lernte ich alles zum Thema Online-Marketing. Naja, alles weiß ich immer noch nicht, aber schon mal ganz viel. Und es schien immer mehr zu werden. Laut Kurs war man in 6 Wochen mit allem fertig. Ich rechnete für nebenher und da ich noch Mama bin, 4-5 Monate. Aber dann wollte ich auch schon mein 1. Webinar gehalten und erste Umsätze mit meinen 1. Online-Kurs gemacht haben.

Mmmm, das klappte so nicht ganz, denn es war alles viel viel aufwendiger. Dazu muss ich aber sagen, dass es mir wichtig war, ein neues Konzept zu entwickeln und nicht nur einen Online-Kurs an meine bisherige Website anzudocken. Ich wollte auch schon Blog-Artikel auf der Seite haben und einiges an Content-Material. Das setzte ich auch um und es gab bei mir zum Start schon richtig viel Input, z.B. viele Blog-Artikel zu Kreativität, Marketing und Grafikdesign. Und alles selbst anwendbare Tipps. Ich vergebe ein Gratis Mini-eBook mit Tipps zum Thema Bildsuche, es gibt nützliche Downloads und ein Grafiklexikon. Seit 2 Wochen auch ein kleines Videotraining zu Basics in Markteting und Grafikdesign. Und natürlich mein 1. Kleiner Online-Kurs zum Thema: „Richtige Bild- und Logogrößen selbst anlegen“.

Ich habe diesen Kurs entwickelt und alles was dazu gehört neu gelernt, vom Bildschirmfilmen und Film schneiden über eigene Videos machen, einen Mitgliederbereich dafür aufsetzen und natürlich die Inhalte klären. Das war sehr sehr spannend, manchmal etwas nervenaufreibend. Aber es hat alles ziemlich gut geklappt. Natürlich ist es alles noch nicht 1A-Profi-Qualität, aber für den Anfang bin ich sehr stolz darauf.

Als ich den Kurs fertig hatte, erste Blog-Artikel geschrieben und von eMail-Marketing und wofür man Webinare macht gelernt hatte, merkte ich, dass das auch noch nicht reicht.

Ich benötigte auch noch eine komplett neue Website. Denn wo sollen denn meine Blog-Artikel hin und der Kurs? Das passte, auch technisch, gar nicht auf meine momentane Seite. Achje, was jetzt?

Ich hatte ja schon fast 800 Euro für Technik, Programme und Kurse ausgegeben und dann noch 1.000 Euro für eine neue Website ausgeben? Oh, nein. Das wollte ich nicht.

Aber deshalb alles hinschmeißen? Geht auch nicht.

Also habe ich mir noch einen Online-Kurs gekauft, mit dem ich WordPress gelernt habe. Das kann ich nur empfehlen. Ich bin mit diesem Kurs von Sandra Messer sehr gut klargekommen. Dazu ist er sehr preiswert!

Aber es gingen wieder ein paar Wochen ins Land bis diese neue umfangreiche Seite stand. Sie musste mit dem Kurs, dem Mitgliederbereich, dem Zahlanbieter und youtube verbunden werden. Hier war es wirklich etwas nervig. Aber mit Hilfe von ein paar Tipps aus facebook-Gruppen und einem super Support von All-inkl.com ging es doch ziemlich problemlos.

In diesen Monaten habe ich so viele Stunden gearbeitet wie die letzten Jahre nicht und dafür auch noch ein paar Aufträge zum Geld verdienen abgesagt.
Aber das war es mir wert.

Außerdem wollte ich dann auch endlich mal starten!

Die neue Seite ist online – der Startschuss!

Und dann war es soweit: 6. Oktober 2016 – meine Seite geht online!

Ich war sehr stolz und gespannt!

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Vor allem dachte ich, nun habe ich endlich wieder mehr Zeit, muss nur noch täglich 1 h Stunde facebook bestücken und fertig. Ich bin natürlich von meinem Produkt überzeugt und hatte auch schon Umfragen gemacht. Überall nur Begeisterung zur Idee! Aber das heißt ja dann noch nicht wirklich auch schnellen Erfolg!

Aber, wie das so ist. Dann kommt alles anders als gedacht.

Da ich auch hier bei Null war – also in facebook hatte ich gerade mal eine Seite auf der ich 1x im Monat einen Tipp stellte, keine Interaktionen, ein paar Freunde mit denen ich nie kommuniziere, selbst privat nicht, keine Newsletterliste, Nichts.

Aber die ganzen vielen Verkaufs-Webinare, die ich gesehen habe hatten ja gesagt, dass geht dann alles in Null komma Nichts, wenn man seine Zielgruppe hat, ein gutes Produkt und kostenlosen Content. Und ich war ja schließlich super gut vorbereitet.

Ich wollte eigentlich nur noch zuschauen wie die Kursverkäufe abgehen und sich die Newsletterliste praktisch von allein fühlt.

Facebook bestücken und in den Gruppen arbeiten stellte ich mir ganz easy und spannend vor.

Aber es ging nicht gleich die Post ab!

Mein Freebie scheint kaum jemanden zu interessieren, obwohl mit dem gleichen Thema andere wohl am 1. Tag 40 x geteilt wurden. Es gab zwar Interesse und viele neue Anfragen für facebook-Freundschaften und neue „Gefällt mir“-Angaben, aber wie ich fand, doch sehr verhalten. Nur 10 Abonnenten in 2 Wochen! Inzwischen weiß ich, dass das gut ist. Damals dachte ich, ich müsste doch gleich schon 100 haben.

Das schreiben in den Gruppen war auch nicht so leicht, ich musste mich erst einmal einfinden, einlesen. Und die Zeit – wow, die Stunden gingen nur so dahin. Obwohl ich schon einen Wochen- und Redaktionsplan gemacht hatte. Aber es war ja alles neu. Dazu musste ich einiges an der Website nachbessern. Auf jeden Fall rauchte mir die letzten Wochen total der Kopf. Was plötzlich alles noch zu tun war und ständig zu tun ist. Das hatte ich total unterschätzt.

Vor allem merkte ich, dass meine Zielgruppe natürlich nicht einfach so da ist – selbst wenn ich in facebook sichtbarer werde. Die meisten sind ja gar nicht meine Zielgruppe. Die muss ich erst einmal finden und umgekehrt.

Ich war daher Anfang der letzten Woche etwas durcheinander. Ich musste umdenken.

Mit einfach so nebenher Geld verdienen und nur noch Kurse verkaufen ist so schnell nichts. Ich muss doch erst einmal wieder mehr ins Tagesgeschäft gehen. Das andere ist längerfristige harte Arbeit. Das habe ich inzwischen verstanden.

Was habe ich dann getan?

Ich habe also meine Positionierung noch einmal etwas angepasst und mich mit meinem Expertenwissen klarer dargestellt. Das heißt, ich habe meinen DESIGN-CHECK für Unternehmerinnen ganz klar auf die 1. Seite gebracht.

Ich will ja natürlich auch noch als Grafikerin arbeiten, nicht nur als Kurse-Anbieter.

Meine Erfahrung hier: der Expertenstatus verbunden mit einem Produkt muss klar an 1. Stelle stehen und diesen unterstützen dann der Blog und die anderen Content-Angebote.

Ich habe mich zuerst nur mit meinen Blog- und Content-Angeboten positioniert.
Das wäre für nebenher und für Spaß an der Freude auch o.k. aber nicht um davon ein gut gehendes Business aufzubauen.

Ich bin heute auf einem guten Weg, teils natürlich noch mit meinen Offline-Angeboten, aber ansonsten mit Vollgas im Online-Bereich. In Geduld muss ich mich trotzdem üben und mir täglich klarmachen wo der Weg hingehen soll.
Das Verzetteln ist im Online-Marketing sehr schnell sehr gut möglich.
Es gibt so viele Möglichkeiten etwas auszuprobieren. Aber das wisst ihr ja alle selbst.

Ich freue mich auf weitere tolle Kontakte und die neuen Erfahrungen des Sichtbarwerdens. Aber ich schiele nicht mehr täglich auf die Umsätze und die Newsletterliste. Natürlich muss ich Ziele im Auge behalten aber nicht mit Druck.
Dann macht auch das Business Spaß. Und mit Spaß und Freude läuft alles leichter. So schließt sich der Kreis positiv. Und promt habe ich gestern die erst Kundenanfrage über meine Online-Seite bekommen! 

Wie geht oder ging es dir beim Aufbau deines Unternehmens?
Wie war es vorher, wie nach dem Start? Wie motivierst du dich?

Ich freue mich auf deine Antwort.

Herzliche Grüße Kathleen

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kathleen-rother

Mein Name ist Kathleen Rother und ich helfe dir mit meinen Erfahrungen als Grafikdesignerin dein Geschäft als Marke visuell und mit passender Marketingberatung optimal zu entwickeln oder zu überarbeiten. Auch unterstütze ich dich deine Kreativität wieder zu finden oder einzusetzen und motiviere dich für das Durchstarten mit deinem Geschäft.
Corporate Design, Blog, Video-Tipps, Online-Kurse

2 Kommentare

  • Liebe Kathleen,

    jetzt muss ich Dir einfach mal persönlich schreiben. Zuerst aufgefallen bist Du mir bei Mara und Norbert. Jetzt sind wir über facebook befreundet und ich liebe Deine „Morgenbilder“. Jetzt habe ich diesen tollen Artikel gelesen und dachte immer nur Ja..Ja…Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!
    Und unsere Geschichte ist so ähnlich, auch ich habe mich auf den Weg ins Online Business gemacht, um ein weiteres Standbein zu haben und Familie und meinen Beruf besser vereinbaren zu können. Auch ich habe in den letzten Monaten mehr gelernt als in meinem ersten Studium. Ich habe meinen Online Kurs verschoben auf 2017 und setze jetzt erstmal das Bloggen und e-mail-marketing-system auf. Dazu gezwungen hat mich die überraschende Zusage an der Blogparade „Mein bestes Jahr 2017“ teilzunehmen. Da wollte ich dann auch meine Seite hübschen und wenigstens drei Artikel dort haben. Und die Möglichkeit sich zu meinem newsletter anzumelden.
    Ich finde es nach wie vor spannend und ich werde diesen Weg weiter gehen. Obwohl ich gelernt habe, dass auch im Online Business abwarten und mal eine Nacht drüber schlafen nicht verkehrt ist. Und dass nicht alles was möglich ist auch für mich passt. Mit der Zeit werde ich immer klarer was ich möchte, und ich gebe mir die Zeit und die Erlaubnis dass sich auch in der virtuellen Welt die DInge entwickeln dürfen.

    Ich finde es klasse was Du geschafft hast, auch ich kämpfe noch mit meinem Mut zur Sichtbarkeit. Aber das wird…..
    Wenn Du Lust hast schau doch mal auf meiner Seite vorbei, mit der ich Entspannung dahin bringen möchte, wo sie am meisten benötigt wird – in Deinen Alltag!

    Danke für Deinen tollen Artikel, er gibt mir Mut und motiviert mich weiterzumachen, in meinem Tempo, auf meine Weise mit meinen Zielen!

    Ganz liebe Grüße und weiter so!
    Simone

    P.S.: Was ich besonders toll finde, ist dass Du ein ganz eigenes Design hast – beim recherchieren und gucken fällt mir immer wieder auf, dass mittlerweile fast alle Blog-Seiten gleich gestaltet sind….dabei gibt es so viele Themes.

    • Kathleen Rother

      Liebe Simone,

      vielen vielen Dank für deinen motivierenden, tollen Kommentar. Ich bin total gerührt und freue mich riesig. Es war nicht wirklich leicht mich zu trauen diesen Artikel zu schreiben und zu veröffentlichen. Aber ich habe schon einiges positives Feedback bekommen. Also, dass er Frauen geholfen hat. Das war am wichtigsten und freut mich. Und es zeigt, man wird wirklich sichtbar, wenn man sich traut. Mach also weiter so, Stück für Stück, das wird mit deiner Sichtbarkeit auch toll! Manche schaffen es schneller, aber sicher soll das eigene Tempo auch so sein, weil man ansonsten überfordert wäre. Danke auch für das Feedback zu meinem Design. Ich finde die meisten Blogs auch zu gleich, wenn auch schön. Aber ich bemühe mich, dass etwas anders zu machen. Super, wenn es gut ankommt.

      Ganz liebe Grüße von Kathleen

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