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Wie ich es alleinerziehend und ohne Geld geschafft habe meinen Traum vom eigenen Geschäft zu verwirklichen

Träumst du davon ein eigenes Geschäft zu führen oder hast du dir diesen Traum schon verwirklicht?

Mein Thema war das schon immer und heute unterstütze ich Frauen mit Kreativität und Motivation den Traum vom eigenen Geschäft zu leben.

Es ist ein Wunsch den sehr viele Menschen haben. Da du hier diesen Artikel liest betrifft dich das sicher auch. Du träumst diesen schönen Traum und willst ihn unbedingt verwirklichen! Oder du bist schon mittendrin! Aber mit der Geschäftsgründung allein ist es ja nicht getan!

Natürlich geht es auch nicht einfach so sich einen großen Traum zu erfüllen und selbst wenn er erfüllt wurde und du bereits in deinem eigenen Geschäft stehst, musst du stetig daran arbeiten, wie an deiner Beziehung mit dem Partner oder deinen Kindern oder wie an deinem Job bisher.

Aber es ist ein toller Weg, vor allem für die eigene Entwicklung.

Ich denke du bist stark und motiviert, hast eigene Ideen, willst dich nicht immer anpassen, ansonsten hättest du diesen Traum gar nicht. Und egal wie dein Stand heute ist, verfolge deinen Traum so weit es geht denn du lernst dabei sehr viel über dich und das Leben.

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Wie war das bei mir?

Wie war das nun bei mir. Schon als Kind beim Spielen mit dem Kaufmannsladen träumte ich von einem eigenen Geschäft oder einem eigenen Buchladen.

Natürlich ging diese Idee wieder verloren als die Schule Vorrang hatte und auch ich erst einmal einen Beruf erlernen musste. Zudem komme ich aus der früheren DDR. Dort ging Selbständigkeit schon mal gar nicht, es gab nur staatliche Betriebe.

Ich machte eine Lehre in der Stadtbibliothek meiner Heimatstadt, arbeitete dort auch, ging dann aber nach der Wende nach Berlin um meinen Traum vom Grafikdesign-Studium zu erfüllen. Da ich bis dahin noch einige Monate zu überbrücken hatte nahm ich einen Sekretärinnen-Job in einem Schweizer Unternehmen an. Aus den 3 Monaten wurden schnell 3 Jahre. Diese habe ich aber nicht bereut, denn sie haben mir viel Berufs- und auch Lebenserfahrung gebracht und einen sehr gut bezahlten Job in den Semesterferien meines Studiums.

Trotz meines Traums von einer eigenen kleinen Werbeagentur wollte ich nach dem Studium noch Berufserfahrungen sammeln. Ganz so mutig das gleich zu wagen war ich dann doch nicht. Aber ich hatte schon während des Studiums ein Existenzgründer-Seminar belegt.

Ich wollte nicht immer angestellt sein.

6 Jahre später, mit einem zweieinhalbjährigen Sohn, alleinerziehend ohne jegliche Unterstützung des Vaters, ohne Großeltern oder anderen Verwandten vor Ort, nur mit Freunden die meine Arbeitskollegen waren, keine Kinder hatten und lange arbeiteten wagte ich den Sprung in die Selbständigkeit.

Nicht weil ich das systematisch geplant hatte sondern aus einer gewissen Verzweiflung und auch aus dem Selbstbewusstsein heraus als Mutter beruflich noch etwas schaffen zu können. Da war mein Arbeitgeber nämlich anderer Meinung.
Als Mutter passte ich nicht mehr in die Strukturen der Medienbranche.
Das bekam ich über 1,5 Jahre deutlich zu spüren.

Ich begann also wieder über Selbständigkeit nachzudenken. Eigentlich verrückt in meiner Situation aber ich wollte nicht weiterhin unglücklich im Job sein, mein Kleinkind täglich 9 h zur Tagesmutter geben und keine Zukunftschancen sehen. Dafür bin ich doch zu sehr eine Kämpferin.

Natürlich konnte ich nicht gleich eine eigene Agentur gründen aber doch sicher als Freelancer arbeiten. Da könnte ich mir Freiräume schaffen und auch wieder Verantwortung übernehmen, so meine Gedanken. Ich machte mich schlau, fand einen Existenzgründerkurs den ich machen wollte und ließ mich kündigen.

Es war sehr befreiend.

Ich war sehr glücklich und da ich so motiviert war und auch mit einem Existenzgründer-Zuschuss startete hatte ich keine Ängste. Es lief auch sehr gut an. Die erste eigene Kundin klopfte an, ich bekam eine befristete Stelle als freie Mitarbeiterin in einer Werbeagentur und arbeitete auch projektbezogen für meinen früheren Arbeitgeber.

Und ich hatte mehr Zeit für mich und mein Kind! Alles wunderbar!

Doch nach einem Jahr begann mir ein wenig die Decke auf den Kopf zu fallen und auch die Wirtschaftskrise von 2009 machte sich bemerkbar. Ich bekam nicht mehr ganz so leicht neue Aufträge. Also begann ich mir mal wieder Gedanken zu machen.

Der Traum vom eigenen Geschäft kam wieder hoch. Am liebsten auch noch etwas handwerkliches, als Ausgleich zur Computerarbeit. Ich überlegte und suchte einige Zeit.

Dann die zündende Idee: ich wollte ein Keramikmalstudio aufmachen in dem ich gleichzeitig auch mit meinem Laptop als Grafikerin arbeiten konnte.

Diese Idee fand ich genial und ich wollte sie unbedingt umsetzen.

Also los! Was hatte ich zu bieten:

einen starken Willen, Energie, Kreativität, Organisationstalent aber kaum Geld, keine familiäre Unterstützung und ein kleines Kind.

Trotzdem, ich wollte es unbedingt. Ich fühlte mich wie aufgezogen, ich konnte nicht anders. Also plante ich, schrieb einen Businessplan (was ich zum Glück aufgrund meines Existenzgründerkurses konnte) recherchierte bei allen Keramikmalstudios die ich finden konnte, leistete mir einen 2.000 Euro-Kurs: „Wie leite ich ein Keramikmalstudio“, holte Angebote für Keramiken und Öfen ein, machte einen Töpfer-Crash-Kurs, suchte ein Ladengeschäft, führte Gespräche mit Banken für einen kleinen Kredit usw.. Nebenbei noch ein paar Grafikjobs und das Kind. Aber ich war so motiviert das ich viel Energie hatte.

Aber es gab natürlich auch einige die sagten dass ich verrückt sei und einen großen Fehler mache. Ein wenig Bammel vor der eigenen Courage hatte ich auch, zugegeben, aber ein Fehler würde es auf keinen Fall werden!

Ich ließ mich also nicht beirren und nach einem dreiviertel Jahr Vorbereitung eröffnete ich im September 2009 das „kaaro. Keramikmalstudio“.

Mein eigenes Geschäft! Ein unglaubliches Gefühl!
Zwei wunderbare aber auch harte Jahre folgten.

Hier meine Auflistung für dich wie ich es geschafft habe das Geschäft überhaupt eröffnen:

1. Ich war total überzeugt von der Idee und hatte unglaublich viel Lust darauf!

2. Ich habe an mich und meine Idee geglaubt!

3. Ich war ehrlich zu mir und zu meiner Idee!

4. Ich hatte eine Ausstrahlung und Motivation die alle überzeugt hat!

5. Ich habe einen Businessplan geschrieben!

Wer eine Vorlage braucht, hier ein toller Link zu einer kostenlosen
Businessplanvorlage, die auch noch ganz viele inhaltliche Tipps enthält
https://www.fuer-gruender.de/businessplan-vorlage/kostenlos/

6. Ich habe mich mit dem Worst case beschäftigt!

7. Ich war sehr fleißig, habe nicht aufgegeben, bin drangeblieben!

8. Ich habe mich sehr gut vorbereitet!

 

Alle diese Punkte und mein gutes Organisationstalent haben es ermöglicht pünktlich und gut zu starten.

Diese Punkte habe ich auch schon ausführlicher aufgeschrieben aber ich will dich in meinen ersten Beiträgen nicht gleich mit zu viel Input überlasten.

Wenn du Interesse hast zu lesen wie genau ich diese 8 Punkte und noch einen mehr erfüllt habe und welche Tipps ich dir dazu im  Detail geben kann, dann lies meinen Artikel:
„9 Steps mit denen du es schaffst dein eigenes Geschäft zu gründen!“

Zusammenfassend noch einmal das wichtigste:

1. dein Herz muss total dabei sein und deine Energie
(du musst daran glauben und es muss fließen)

2. trotzdem darf auch dein Verstand nicht fehlen
(Risiken real einschätzen, Businessplan, Marktforschung, Finanzen)

3. du musst dir darüber klar sein was passiert wenn es schief geht und wie du damit leben willst
(wer hilft dir dann, wer fängt dich auf, ist mit der Bank für diesen Fall etwas vereinbart)

Ganz wichtig ist wirklich Punkt 3.! Wenn du dir darüber klar bist und einen Plan hast wie dein Leben weitergehen kann ohne das du deinen mutigen Schritt der Existenzgründung bereust oder dieser dein Leben zerstört kannst du es jederzeit wagen.

Denn es wird dich nur voranbringen!

Berichte mir und anderen wenn du magst von deinem Traum bzw. wie du es geschafft hast. Oder mit welchen Hürden du zu kämpfen hattest?

Welcher Tipp war der hilfreichste für dich?

Viele herzliche Grüße von Kathleen

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Mein Name ist Kathleen Rother und ich helfe dir mit meinen Erfahrungen als Grafikdesignerin dein Geschäft als Marke visuell und mit passender Marketingberatung optimal zu entwickeln oder zu überarbeiten. Auch unterstütze ich dich deine Kreativität wieder zu finden oder einzusetzen und motiviere dich für das Durchstarten mit deinem Geschäft.
Corporate Design, Blog, Video-Tipps, Online-Kurse

 

3 Kommentare

  • Liebe Kathleen,
    Wow! Was für eine Power! Ja, das mag mancher anstrengend finden, aber ich glaube, es hat immer einen Grund, wenn wir bestimmt „Gaben“ haben.
    Für uns Selbständige, vorallem Mompreneurs, gibt es m. E. inwischen drei existenzielle Faktoren:
    1. Bleib dir selbst treu.
    3. Habe Freude bei möglichst allem, was du tust oder schaffe dir viel Freude um die Pflichten leichter auszuhalten.
    4. Vernetze dich. Nicht nur online. Finde die tollen Frauen/Kolleginnen/Freundinnen vor Ort mit denen alles noch mehr Spaß macht.
    Schön, dass es dich gibt.
    Herzlich
    Sonja

    • Kathleen Rother

      Liebe Sonja,
      vielen vielen Dank für deine tolle Antwort. Sorry, meine etwas spät, aber ich habe eben erst die Mitteilung von WordPress bekommen, dass ich überhaupt einen Kommentar habe (inzwischen schon 3 zu anderen Beiträgen, juchu!). Alles noch neu.
      Alle 3 Punkte, die du schreibst, stimmen total. Obwohl das nicht immer leicht fällt. Aber am Ende machen nur diese Punkte glücklich und erfolgreich.
      Herzliche Grüße zurück und auch dir alles Gute und viel Power, Kathleen

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